Gedanken zum Apple Auto, Teil 7

Hiervon könnte Apple sich Inspiration für das Auto holen:

Der 1957er Fiat Multipla wurde offensichtlich von einer Apple-Tochterfirma als einziges Fahrzeug gekauft, und zufällig steht der Multipla für den konzeptionellen Traum eines Universalautos - gestaltet in erster Linie für die Passagiere, und nicht für Aerodynamik oder Leistung. Das Universalgenie lässt sich gut vergleichen mit dem Design des iMac: Beide haben eine Maxime der Einfachheit, der Simplizität. Ein Computer, vor dem niemand Angst haben sollte.

Freundlich und simpel sollten vielleicht auch zukünftige Autos sein. Schließlich werden sie moderne Roboter sein und selbstständig Aufgaben erledigen, fahren, mit uns sprechen.

Kein Wunder also, dass Google sein Selbstfahrer-Konzept bewusst übertrieben freundlich gestaltet hat:

Tesla ist viel klassischer im Design, obwohl es sein Model S via Software-Aktualisierung über Nacht in einen selbstfahrenden Roboter verwandelt hat.

Allerdings denken Google und Tesla (und alle anderen) bei Autos noch immer an aerodynamische Vehikel, die für eine gewisse Fahrtrichtung gebaut sind, deren Passagiere deshalb in Fahrtrichtung sitzen, und deren Ausstattung man vor dem Kauf ein für alle mal auswählen muss.

Ich denke allerdings, dass alle Feststellungen im vorherigen Satz vom Apple Auto umgekehrt werden: Es wird nicht auf Aerodynamik ausgelegt sein, es wird keine Bestuhlung in Fahrtrichtung haben, und das Interieur wird sich je nach Passagier verändern.

Das könnte dabei als Inspiration dienen:

San Francisco Straßenbahnen – ein perfektes Design für unkompliziertes Ein- und Aussteigen

Apple Stores – hier der neueste in Belgien, den Jony Ive selbst gestaltet hat: mit Bäumen im Innenraum

Der Store in Istanbul hat ein inspirierendes Dach.

Eine simple Außenform wie beim Mac Mini könnte das Auto ebenfalls inspirieren.

Fazit:

Es ist Zeit, das Auto als vernetzten Raum auf Rädern zu betrachten.


Zuvor auf Medium veröffentlicht (Englisch)

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