Vienna Gentlemen's Race
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Designs aus der Feder von von Markus und Manuel.
Sehr sympathischer Künstler mit heiß begehrtem Kunstbuch.
Lange Geschichte im knallgrau Videoblog.
Zu Beginn ein kleiner vorher/nachher Vergleich:
Die Arabella-Seite der letzten Jahre.
Die neue Arabella.at im klassischen Portal-Aufbau, wo viele unterschiedliche Quellen zusammenlaufen.
Kapitelübersicht im Bereich Sendungen.
Die meisten Sendungen haben ein Blog, in dem die Moderatoren die Themen der Sendung auf einer Dialog-Ebene mit dem Publikum weiterführend behandeln können.
Die vielen Fotos werden in Flickr-Slideshows zusammengefasst.
Natürlich haben wir auch an den Wetterkarten gefeilt: schön zurückhaltend mit der Information im Vordergrund.
Abschließend möchte ich noch auf den Footer hinweisen: viel Platz für die wichtigsten Links als Sitemap und die geographische Navigation über die vier Bundesländer in welchen Radio Arabella spielt.
Mittendrin auch der Link zur B2B-Seite media-sales.at, die im gleichen Atemzug mit neuem Design gelauncht wurde.
Das erste déja vu hatte ich bei diesem Ausschnitt von We Feed The World - solche Bilder kannte ich doch auch von damals:
Mit 16 Jahren war ich als Schüler im Rahmen des EU-Projekts Comenius eine Woche zu Besuch in Südspanien, um dort am Austausch von Kultur und Geschichte teilzunehmen (unsere Ergebnisse - tatsächlich eine der ersten HTML-Seiten die ich im Unterricht gebaut habe, mit Frames und allem drum und dran! Schön, eine Schule zu haben, die nichts von ihrer Servern löscht). Mit unserer Mission schafften wir es auch in ein Lokalblatt:
Für mich eine tolle und spannende Erfahrung: eine der ersten Auslandsreisen ohne Eltern! Geblendet von diesem aufregenden Freiheitsgefühl war natürlich alles nur schön und gut. Mit meiner ersten Digitalkamera konnte ich viele schöne Eindrücke mitnehmen, ganz anonym aus dem Bus bei unserer Fahrt entlang der spanischen Küste:
Und natürlich waren wir auch zu Besuch in einer Plantage. Davon gibt es nur zwei Fotos, ich weiß aber nicht ob Fotografieren dort verboten war:
Das war wohl der Zeitpunkt, an dem ich bereits damals stutzig wurde und ein Erlebnis, das mir durch Wagenhofers Filme wieder in Erinnerung gerufen wurde. Auch die spanische Küste habe ich damals aus anderem Licht gesehen: in unserer endlosen Fahrt (5 Stunden) war der Blick meist auf das Meer gewandt. Heute weiß ich, dass 80% der Küste bereits mit leer stehenden Blasen-Immobilien verbaut sind:
Almería scheint also ein konzentriertes Beispiel für zwei bewusst gesteuerte Fehlentwicklungen der Weltwirtschaft sein: erstens die seit den Sechziger Jahren laufende Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion von der im Sinne der Globalisierung nur weit entfernte Konsumenten profitieren und nicht die in Region lebenden Menschen. Zweitens ist "Spanien [...] eines der Länder, wo die Immobilienblase sich in den letzten 5 Jahren am intensivsten entwickelt hat. Man kann von einer gewaltigen Verstädterung in einem Zement-Tsunami sprechen, der die Küste und die Inseln überrollt." Alle Bauvorhaben haben ein Ziel: mit Immobilien wertvolle Investitionsgüter zu schaffen, deren Wert u.a. durch ungenützte Golfplätze noch gesteigert werden kann.
Dabei hat Almería mit seinen 3000 Sonnenstunden im Jahr großartige Voraussetzungen, eines der schönsten Fleckchen der Erde zu sein. Doch die Plastikdächer der Plantagenstädte reflektieren alles Sonnenlicht, sodas die Temperaturen hier entgegen dem gesamtspanische Trend (+0,5° Grad) umd 0,3° Grad zurückgehen.
Zwischen 1960 und 1980 wurden in Andalusien, rund um Almería noch viele Klassiker der Filmgeschichte (Cleopatra mit Liz Taylor, Winnetou; The Good, the Bad and the Ugly von Sergio Leone oder Spiel mir das Lied vom Tod) gedreht - heute filmt hier Erwin Wagenhofer die erschreckende Intensität der globalisierten Unmenschlichkeit.